Talmi-Methode®  _   Beweglichkeit ein Leben lang

Die Talmi-Methode® wurde ursprünglich für darstellende KünstlerInnen entwickelt wie TänzerInnen, SchauspielerInnen, MusikerInnen, AkrobatInnen, deren Körper einen hohen Beanspruchung ausgesetzt ist und die u. U. ihrem Körper zwischen ihren Auftritten wenig Ruhe- oder Regenerationszeiten einräumen können. Von daher kann die Talmi-Methode® auch für SportlerInnen unterstützend sein. Grundsätzlich sind die Behandlungen aber für alle Menschen geeignet, die einseitigen  körperlichen Belastungen ausgesetzt sind oder hohe körperliche und stimmliche Leistungen über einen längeren Zeitraum erbringen müssen.

Talmi-Methode®   _   Wirkung und Ziel

Neben der recht schnell sich einstellenden positiven Effekte wie Verbesserung von Stimmsitz und Atemfluß, freiere Beweglichkeit und balancierte Haltung, ermöglichen die Talmi-Methode® Behandlungen auf längere Sicht, das körperliche Geschehen und die Abläufe im Körper sich so zu verdeutlichen, dass Grundstrukturen von Bewegungen, rhythmischem Geschehen und komplexeren Abläufen in ihrem Wesen schnell begriffen und umgesetzt werden können. Das Erlernen unterschiedlichster Bewegungsformen kann so erleichtert werden.

Weiter geht es in der Talmi-Methode® darum, darstellenden KünstlerInnen dabei zu helfen, ihre ideale Gravitationslinie zu spüren und damit ihre in einer guten Haltung vorhandene potentielle Bewegungsenergie zu erleben. Diese neu entdeckte Kraft steht dann für eigene, freie Bewegungen zur Verfügung und lässt sich auf der Bühne ungehindert in den Ausdruck, in die Stimme, in das Spiel hineinlegen. Zudem kann dieses Weniger an Kraftaufwand vorzeitige Erschöpfung verhindern helfen. In der Arbeit mit darstellenden KünstlerInnen ließ sich auch immer wieder beobachten, dass sich insgesamt Regenerationsprozesse verkürzt haben.

Festgefahrene, motorisch blockierende Haltungs- und Bewegungsmuster stehen oft in Verbindung mit kinästhetischen Erinnerungsbildern, die den darstellenden KünstlerInnen durch die Behandlung wieder zugänglich gemacht werden. Strukturen des eigenen Körpergedächtnisses können erkannt und der Prozeß des Lernens an und mit dem eigenen Körper wird konkreter und verständlicher. Die Fähigkeit, Bewegungen angemessener zu organisieren, kann mit der Zeit mehr und mehr generalisiert und auf komplexere Strukturen übertragen werden.

Erfahrungen aus dem künstlerischen Bereich sind aufgrund von unterschiedlichen Belastungs-Training-Periodisierung zwar nur bedingt in den Sport übertragbar. Inzwischen wurden aber mit verschiedenen Sportarten und Kampfkünsten, in denen Spontaneität, Freiheit und Kreativität eine hohe Bedeutung für das Bewegungsrepertoire haben und das Erfassen von Grundstrukturen von Bewegung für den Lernprozess eine Rolle spielen, positive Erfahrungen gemacht.

 

Dorothee Föllmer | info@coach-foellmer.de